Transfair e. V. (Fairtrade Deutschland)

Transfair e. V. ist eine unabhängige Initiative, die das Fair-trade-Siegel für fair gehandelte Produkte in Deutschland vergibt – und so die Vorteile fair gehandelter Produkte einer breiten Verbraucherschicht bekannt macht. Mit mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeitet der in Köln ansässige Verein daran, mittels fairer Handelsbedingungen die Lebens- und Arbeitssituation von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen sowie Beschäftigten auf Plantagen im globalen Süden zu verbessern. Der Verein bilanziert seit 2015 seine Treibhausgasemissionen und kompensiert seitdem die Hauptemissionsfaktoren Reisen, Heizung des Bürogebäudes und Pendeln der Mitarbeitenden. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen. Die mehr als 1.700 Fairtrade-zertifizierten landwirtschaftlichen Produzentenorganisationen im globalen Süden können zudem Fairtrade-Beratungsangebote zur Anpassung an den Klimawandel in Anspruch nehmen.

Zusammenarbeit mit der Allianz

Transfair e. V. thematisiert den Klimawandel und seine dramatischen Folgen vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Dabei informiert er auch zur Allianz für Entwicklung und Klima. Gleichzeitig erreicht er über seine Kommunikationskanäle sowie über die deutschlandweiten Kampagnen, die sich auf Fairtrade-Towns (mehr als 600 Städte und Gemeinden), Fairtrade-Schools (mehr als 700 Schulen) und Fairtrade-Universities (30 Universitäten) fokussieren, zahlreiche Menschen in Deutschland.

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Das Projekt

Effiziente Kochherde in Indien

Der Transfair e. V. fördert ein Projekt des Fair Climate Fund und des Janara Samuha Benefit Trust, mit dem Frauen in Raichur (Indien) nachhaltigere Kochherde erhalten. In 18.000 Haushalten wurde so das ineffiziente traditionelle Kochen auf offenem Feuer durch effiziente „Chulika“-Kochherde ersetzt. Diese haben einen thermischen Wirkungsgrad von 30 Prozent und sparen gegenüber dem traditionellen Kochen 67,5 Prozent des Brennholzes ein. Das ist in Raichur wichtig, denn die Region ist sehr trocken und verfügt nur noch über wenige Wälder. Durch die Verringerung des Brennholzverbrauchs reduziert das Projekt die Treibhausgasemissionen und verhindert so die Abholzung der Wälder. Das Projekt verringert auch die Belastung für Frauen, die für das Sammeln von Brennholz weite Strecken zurücklegen müssen. Ihre Zeitersparnis liegt bei bis zu zwei Stunden pro Tag. Die Chulika-Herde tragen zudem zu einer besseren Lebensqualität bei, da in der Küche weniger Rauch entsteht. 

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Das Projekt unterstützt folgende Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs):

Über das Projekt kompensierte Tonnen Emissionen:

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CO2e

Kompensationsleistung 2019

Bei der Kompensation achtet der Verein darauf, dass durch die ausgewählten Projekte nachhaltige Entwicklungsbeiträge geleistet werden, diese zertifiziert sind und ein fairer Preis gezahlt wird. 2019 hat Transfair e. V. seine Emissionen aus dem Vorjahr komplett kompensiert – insgesamt 228 Tonnen.

„Entwicklungsminister Müller sagte völlig zurecht, dass die Corona-Pandemie ein Weckruf für stärkere internationale Zusammenarbeit ist. Wir müssen dringend einen verantwortungsvollen Weg aus der Krise finden, der als Blaupause dient für künftige globale Herausforderungen wie die Klimakrise!“

DEU, Deutschland, Berlin, 05.08.2015: Thilo Hoppe,Entwicklungspolitischer Beauftragter, Brot für die Welt  (Foto: Hermann Bredehorst/ Brot für die Welt)

Thilo Hoppe
stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
von TransFair

Kompensierte Tonnen Emissionen des Transfair e. V. im Jahr 2019:

0
CO2e

Fotonachweise: Fairtrade, estivillml, Fairtrade/Anand Parmar, Brot für die Welt/Bredehorst, myclimate, ForestFinest Consulting, TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH