Projekte

Das Spektrum der Kompensationsprojekte ist weit gefächert und reicht vom Einsatz erneuerbarer Energien über den Schutz oder die Aufforstung von Wäldern bis zu Programmen zur Regeneration von ausgelaugten Ackerböden oder zur Umstellung auf klimafreundliche Landwirtschaft. Sie können auch neue Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte vorschlagen, um CO2-Emissionen zu kompensieren. Das Geld für den Erwerb der Zertifikate fließt direkt in die jeweiligen Projekte vor Ort.

Das Ergebnis:

  1. Sie fördern nachhaltige Zukunftsperspektiven in Entwicklungs- und Schwellenländern.
  2. Sie schützen das Weltklima.
  3. Sie erwerben qualitätsgeprüfte Klimazertifikate, mit denen Sie nachweisbar Ihre verbleibenden CO2-Emissionen kompensieren.

Wenden Sie sich einfach an unsere Kompensationspartner. Dort erhalten Sie eine kompetente Beratung und Unterstützung bei der Auswahl konkreter Projekte. Außerdem bilanzieren unsere Partner auf Wunsch Ihre Treibhausgasemissionen.

Die in der Allianz für Entwicklung und Klima akzeptierten Klimaschutzzertifikate entsprechen hohen internationalen Standards. Ein Anforderungskatalog definiert die in der Allianz zugelassenen Standards und Prozesse, um optimale Transparenz herzustellen.

Die Kompensationsprojekte der Allianz unterstützen neben dem Ziel 13 (Klimaschutz) auch immer mindestens ein weiteres der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030: Zu diesen insgesamt 17 Zielen gehören zum Beispiel der Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie und zu sauberem Wasser für alle, Gesundheit sowie das Ziel, Armut in jeder Form und überall zu beenden. Daher leisten Sie mit Ihrer Kompensation einen konkreten Beitrag, der unmittelbar Wirkung zeigt – für den Schutz des Klimas und für die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Als Unterstützer der Allianz tragen Sie durch die Förderung von Kompensationsprojekten dazu bei, dass Klimaschutztechnologien – angepasst an die lokalen Bedürfnisse und Gegebenheiten in den Partnerländern – entwickelt, gefördert und umgesetzt werden können. Die Bandbreite reicht von Lösungen auf Haushaltsebene, wie dem Bau von energieeffizienten Kochöfen oder Mikrobiogasanlagen, bis hin zu größer skalierten Projekten mit Biomassekraftwerken, Solaranlagen oder geothermischen Kraftwerken.

Internationaler Klimaschutz und Entwicklungsförderung kann in verschiedensten Bereichen erreicht werden:

Erneuerbare Energie

Der Aufbau regenerativer Energien wie Wind, Sonne, Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse schafft auch moderne Arbeitsplätze.

Energieeffizienz

Mit effizienter Energienutzung werden der Energieverbrauch vermindert und neue, praxistaugliche Technologien eingeführt. Dies reicht von energieeffi zienten Kochherden bis hin zu großen Industrieanlagen.

Aufforstung, Wald- und Moorschutz

Millionen Menschen leben von und mit dem Wald. Nachhaltige Waldbewirtschaftung, der Erhalt von Mooren und Wäldern und Aufforstung hilft, diese Lebensräume zu erhalten.

Abfallwirtschaft und Deponiegas

Eine bessere Abfallentsorgung verringert Treibhausgasemissionen erheblich und verbessert die Gesundheit der Menschen.

Honduras: Biogas aus Reststoffen nutzen

Ausgangslage: Wenn landwirtschaftliche Reststoffe offen
gelagert werden, entstehen durch ihre natürliche Zersetzung
klimaschädliche Gase, die in die Atmosphäre entweichen.
So war es bisher auch auf einer nachhaltig bewirtschafteten
Ölpalmenplantage in Honduras.

Ansatz: Eine Biogasanlage fängt die methanhaltigen Gase, die bei der Zersetzung frei werden, auf und nutzt diese für die Strom- und Wärmeerzeugung. Die Anlage ersetzt fossile Energieträger, mit denen bisher die Elektrizität und die Wärme für den Betrieb erzeugt wurden.

Technologie: Biogas (Erneuerbare Energie)

CO2-Einsparung: etwa 54.000 t CO2 pro Jahr

Entwicklungswirkungen:

  • Weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
  • Projekteinnahmen kommen der lokalen
    Gemeinschaft zugute
  • Ausbildungsprogramm für die lokale Bevölkerung
  • Technologietransfer für Biogasprojekte in der Region
  • Verbesserung der Luftqualität rund um die Anlage
Madre de Dios_XIII

Peru: Nachhaltige Forstwirtschaft in der Amazonas-Region

Ausgangslage: Im peruanischen Amazonas-Becken wird die ursprünglich isolierte Provinz Madre de Dios durch den Transoceánica Highway durchschnitten. Entwaldung durch Rodungen für die Landwirtschaft und illegale Abholzung schreiten schnell voran.

Ansatz: Rund 100.000 Hektar Wald werden durch effektive Überwachung des Projektgebiets vor illegaler Abholzung geschützt. Die Dorfgemeinschaften werden zudem durch Aus- und Weiterbildungsprogramme bei einer nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung des Waldes unterstützt. Das sichert auch ihre Lebensgrundlage.

Technologie: Waldschutz

CO2-Einsparung: 660.000 t CO2 pro Jahr

Entwicklungswirkungen:

  • Waldflächen werden als Kohlenstoffsenke erhalten
  • Nachhaltige Entwicklung für indigene Dorfgemeinschaften,
    insbesondere der Yineund Mashco-Piro-Stämme
  • Erhalt der Biodiversität
Kenia: Kochöfen für Gemeinden der Maasai

Kenia: Kochöfen für Gemeinden der Maasai

Ausgangslage: Das Volk der Maasai wohnt im südlichen Kenia und nördlichen Tansania. Die traditionelle Maasai-Methode des Kochens über offenem Holzfeuer ist zeitaufwendig, fördert die Abholzung und produziert erhebliche Mengen an Rauch in Innenräumen – was Frauen und Kinder erheblichen Gesundheitsgefahren aussetzt.

Ansatz: Durch die Verbreitung von effizienten Kochöfen an Maasai-Gemeinden im südlichen Kenia entlastet dieses Projekt vor allem den nahegelegenen Mau-Wald, in dem viele Einheimische ihr Brennholz sammeln. Zudem verringert es spürbar das Risiko rauchbedingter Gesundheitsprobleme.

Technologie: Saubere Kochöfen (Energieeffizienz)

CO2-Einsparung: 14.500 t CO2 pro Jahr

Entwicklungswirkungen:

  • Nachfrage nach Brennholz nimmt ab
  • Schutz der Gesundheit durch Reduktion
    gefährlicher Schadstoffe, die Atemwegserkrankungen verursachen
  • Frauen und Kinder verbringen weniger Zeit mit dem Sammeln von Brennholz und können stattdessen ein Einkommen erzielen bzw. die Schule besuchen.
Uganda: Renaturierung des tropischen Regenwalds

Uganda: Renaturierung des tropischen Regenwalds

Ausgangslage: Der Kibale Nationalpark im Westen Ugandas ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Hier lebt unter anderem die größte Schimpansen-Population der Welt. Allerdings kam es zu großflächiger Abholzung. Wiederaufforstungen sind nötig, um dieses wertvolle Naturreservoir zu erhalten und degradierte Flächen wieder in großflächige Lebensräume umzuwandeln.

Ansatz: Neben den Aufforstungen gehören auch die nachhaltige Waldnutzung, der Ausbau des Ökotourismus und effektiver Feuerschutz zur Wiederherstellung des Ökosystems. Für die Menschen vor Ort entstehen so auch verschiedene Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Das schafft neue Perspektiven in der von Armut geprägten Region und hilft den Nationalpark wirksam zu schützen.

Technologie: Aufforstung

CO2-Einsparung: 228.962 t CO2 pro Jahr

Entwicklungswirkungen:

  • Wiederherstellung von Landökosystemen
  • Schutz der Biodiversität
  • Faire Einkommensmöglichkeiten, u. a. im Forstbereich und im Ökotourismus, tragen unmittelbar zur Armutbekämpfung bei und verbessern die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort.

Fotonachweis: South Pole, Fokus Zukunft, GIZ/Jose Diaz, First Climate, PRIMAKLIMA