Hier kommen Sie zum Infosheet “Qualitätsstandards von Ausgleichprojekten”.

Sowohl dieses Infosheet als auch weitere Infosheets und Studien stehen Ihnen kostenlos und frei zugänglich zur Verfügung: https://allianz-entwicklung-klima.de/informieren/infosheets_und_leitfaeden/

Innerhalb von ganzheitlichen Klimaschutzstrategien ist der Ausgleich von nicht vermeidbaren Treibhausgasen (THG) ein wichtiges Element, um global Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung wirkungsvoll voranzutreiben. Dabei ist stets zu beachten, zunächst die eigenen THG-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und zu vermindern. Ergänzend sollten für nicht vermeidbare Emissionen entsprechende Kompensations- bzw. Ausgleichsprojekte finanziert werden. Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima empfiehlt für diesen Ausgleich den Kauf von qualitativ hochwertigen Emissionszertifikaten aus Schwellen- und Entwicklungsländern, die zugleich vielfältige Entwicklungswirkungen im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen garantieren.

Qualitätscheck der CCQI
Eine allgemeine Einschätzung von verschiedenen Standardprogrammen kann zudem über das frei zugängliche Online-Tool der Carbon Credit Quality Initiative (CCQI) vorgenommen werden. Die Programme werden dort nach sieben Qualitätskriterien beurteilt:

  1. Robuste Bestimmung der Auswirkungen der Minderungsmaßnahme auf die Treibhausgasemissionen;
  2. Vermeidung von Doppelzählungen;
  3. Berücksichtigung der Nicht-Permanenz;
  4. Unterstützung des Übergangs zu Netto-Null-Emissionen;
  5. Starke institutionelle Regelungen und Prozesse;
  6. Umwelt- und Sozialauswirkungen;
  7. Ambition des Gastgeberlandes. Derzeit können drei Projekttypen (Einrichtung von Naturwäldern,
    effiziente Kochöfen und die Nutzung von Deponiegas) über das Tool ausgewertet werden.