Motivation

Werden Sie Unterstützer der Allianz für Entwicklung und Klima und übernehmen auch Sie Verantwortung! Gemeinsam befördern wir die Umsetzung der Agenda 2030, der globalen Nachhaltigkeitsagenda, und die Erreichung der Ziele des Übereinkommens von Paris - so tragen wir gleichzeitig zu Entwicklung und Klimaschutz bei!

Der Schutz des Klimas ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Grenzen der Belastbarkeit der Erde werden immer schneller erreicht. Konkret droht durch Klimawandel, dass:

  • 80 Millionen Menschen in Küstengebieten durch den Meeresspiegelanstieg gefährdet werden,
  • bis zu 140 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika, Lateinamerika und Südasien bis 2050 ihre Heimat verlieren.

Gleichzeitig sind Schutzmechanismen auch durch den Klimawandel in Gefahr:

  • Jährlich gehen etwa 13 Millionen Hektar Wald verloren, insbesondere in den Tropen. 12 Prozent der globalen CO2-Emissionen sind auf Entwaldung zurückzuführen.
  • Ein Drittel der Mangroven weltweit sind bereits zerstört. Mangroven sind jedoch wichtig, sie binden drei- bis fünfmal mehr CO2 als andere Wälder und schützen vor Überflutung.

Industrieländer tragen besondere Verantwortung im Klimaschutz, weil sie hauptverantwortlich für den Klimawandel sind. 

Die Hauptleidtragenden des Klimawandels sind die Menschen in den Entwicklungsländern. Deshalb sind Entwicklungs- und Klimapolitik eng miteinander verknüpft.

Die Partnerländer im globalen Süden benötigen umfangreiche Unterstützung seitens der Industrieländer bei der raschen und robusten Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Agenda 2030) und im Klimaschutz.

Herausforderungen des Klimawandels stellen in Entwicklungs- und Schwellenländern auch Chancen dar, denn dort: 

  • findet ein Großteil des weltweiten Bevölkerungswachstums statt,
  • wartet rund eine Milliarde Menschen auf Zugang zu moderner Stromversorgung und
  • fordert eine wachsende Mittelschicht Mobilität und Konsum ein.

Darum ist es jetzt an der Zeit, in Entwicklungsländern klimaneutrale Wachstumspfade im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu eröffnen - mit erneuerbaren Energien, arbeitsplatzschaffender und klimafreundlicher Land- und Forstwirtschaft sowie Walderhalt. So kann eine Trendwende im Klimaschutz erzielt werden, die zugleich einen Schub für Investitionen und Beschäftigung bewirkt. Auf diese Weise können Entwicklungsländer Jahrhundertsprünge machen.

Starke Partner sind gefragt, aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, jede und jeder Einzelne - um eine lebenswerte Welt für heutige und zukünftige Generationen zu bewahren.

Entwicklungszusammenarbeit allein kann hierfür jedoch nicht alle erforderlichen Ressourcen aufbringen. Starke Partner sind gefragt, aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, jede und jeder Einzelne - um eine lebenswerte Welt für heutige und zukünftige Generationen zu bewahren. Freiwillige finanzielle Beiträge nichtstaatlicher Akteure können staatliche Anstrengungen wirkungsvoll ergänzen:

  • Privat finanzierte und hohen Standards genügende CO2-Kompensationsprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern tragen zu Klimaschutz bei und erzielen gleichzeitig sogenannte Co-Benefits.
  • Co-Benefits sind mit dem Klimaschutz einhergehende Beiträge zu den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals – SDGs). So wird durch CO2-Kompensationsprojekte nachhaltige Entwicklung ermöglicht und gleichzeitig dem Klimawandel begegnet.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Herbst 2018 die Allianz für Entwicklung und Klima initiiert. Mit dem Ziel der gleichzeitigen Förderung von Entwicklung und Klimaschutz, würdigt, verknüpft und wirbt sie für nichtstaatliches Engagement, insbesondere des Privatsektors.

Die Allianz setzt auf das Potential von freiwilligem Engagement und die Hebelwirkung von CO2-Kompensationsprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Aktivitäten aller Unterstützer sind stets freiwillig, gehen über bestehende gesetzliche CO2-Minderungspflichten hinaus und erfolgen über Mitwirkung an qualitativ hochwertigen Entwicklungs- und Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern. Perspektivisch tragen die im Rahmen der Allianz unterstützten Projekte – wie auch Vermeidungs- und Reduktionsmaßnahmen – zur Erreichung von Klimaneutralität oder gar Klimapositivität bei.

Das BMZ bekennt sich zu seiner Verantwortung, die Führung bei diesem wichtigen Thema zu übernehmen. Als Initiator geht das BMZ mit gutem Beispiel voran und wird sich ab 2020 klimaneutral stellen. Das BMZ ist damit Vorreiter in der Bundesregierung und im öffentlichen Bereich und wird sich dafür einsetzen, den öffentlichen Sektor für die Allianz zu gewinnen. 

Übernehmen Sie Verantwortung in einer strategischen Multi-Akteurs-Partnerschaft für Entwicklung und Klimaschutz! Engagieren auch Sie sich freiwillig und leisten durch die Kompensation von CO2-Emissionen einen Beitrag zur gleichzeitigen Beförderung von Entwicklung und Klimaschutz durch den Erwerb von Emissions-Zertifikaten und / oder durch die Entwicklung eigener Projektaktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Selber etwas tun – der Allianz beitreten

Über 250 Unterstützer haben sich der Allianz bereits angeschlossen: große und kleine Unternehmen, der Mittelstand, Verbände, Behörden, Hochschulen, Projektentwickler, Kompensationsanbieter und die Zivilgesellschaft. Sie alle wollen durch Vermeidung, Reduktion und Kompensation von CO2 zum Klimaschutz beitragen. Auch Privatpersonen können mitmachen und ihre persönliche CO2-Bilanz verbessern. Bis Ende 2019 soll die Zahl der Mitmacher signifikant erhöht werden. 

Vision: Eine wirkungsvolle Allianz aus starken, nichtstaatlichen Akteuren, die auf freiwilliger Basis Verantwortung für Entwicklung und Klimaschutz übernehmen - für jetzige und zukünftige Generationen.

Ziele der Allianz

Politische Anerkennung der Kompensation von Emissionen, die über die Verpflichtungen von Paris hinausgeht

  • Massives Wachstum des freiwilligen Emissionshandelsmarktes 
  • Verbesserung der institutionellen und politischen Rahmenbedingungen 
  • Erfassung und Kommunikation bereits erfolgter Kompensationsmaßnahmen 
  • Mobilisierung von Finanzmitteln für Klimaschutz und Entwicklung 
  • Politische Unterstützung und Orientierungsleistungen für die Mitglieder der Allianz
  • Ermöglichung von Erfahrungsaustausch sowie Bündelung und Verbreitung von Know-how
  • Vernetzung der verschiedenen Stakeholder 
  • Internationalisierung des Ansatzes

Die Agenda 2030