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Warum müssen wir unseren Umgang mit Wasser neu denken?
Als Hydrologe beschäftigt sich Dr. Johannes Cullmann seit Jahrzehnten mit einer unserer wichtigsten Lebensgrundlagen: Wasser. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt er, wie der Klimawandel unseren Wasserkreislauf verändert, warum Dürren und Hochwasser für unsere Gesellschaft immer größere Folgen haben und weshalb unser tatsächlicher Wasserverbrauch weit über das hinausgeht, was täglich aus dem Wasserhahn kommt.

Cullmann macht deutlich, dass wir Wasser künftig grundlegend anders bewirtschaften müssen. Aus seiner Sicht ist Wasser heute zu billig – nicht nur als Leitungswasser, sondern auch als Ressource, die in Lebensmitteln und anderen Produkten steckt. Er spricht darüber, warum Wasser bei wirtschaftlichen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden muss, welche Rolle unser Konsum spielt und weshalb es ein Wassermanagement braucht, das Kreisläufe und Ländergrenzen mitdenkt.

Die Folge zeigt, wie eng Wasser mit Klima, Ernährung, Wirtschaft und unserem Alltag verbunden ist und warum es nicht reicht, einfach nur weniger Wasser zu verbrauchen. Um unsere Zukunft wassersicher zu machen, müssen wir unseren Umgang mit Wasser grundsätzlich neu denken.
Warum ist Nichtstun teurer als Klimaschutz?
Als Präsident des Umweltbundesamtes beschäftigt sich Prof. Dr. Dirk Messner mit zentralen Fragen der Klima- und Umweltpolitik und der nachhaltigen Transformation. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt er, warum Klimaschutz gerade jetzt nicht aus dem Blick geraten darf und weshalb nachhaltige Entwicklung eine Voraussetzung für langfristigen Wohlstand und gesellschaftliche Stabilität ist. Sein Ansatz: Nicht zu handeln ist langfristig teurer als zu handeln. Gleichzeitig muss Veränderung so gestaltet werden, dass sie Menschen mitnimmt und nicht überfordert.

Messner spricht darüber, wie Klimaschutz stärker mit Lebensqualität, Gesundheit und Sicherheit verbunden werden kann. Er erklärt, warum es eine Modernisierung des Staates und weniger Bürokratie bei gleichzeitig ambitionierten Umweltzielen braucht. Auch die globale Perspektive spielt eine zentrale Rolle. Internationale Zusammenarbeit, private Investitionen und nachhaltige Entwicklung müssen zusammengedacht werden, um den Wandel weltweit voranzubringen.

Die Folge zeigt, wie Klima- und Umweltpolitik wieder mehr Zukunftszuversicht schaffen kann und warum ökologischer Wandel, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliche Stabilität dabei zusammengehören.
Wie entlarvt man Klimamythen?
Jan Hegenberg, bekannt als „Der Graslutscher“, ist Klimaaktivist, Autor und Blogger. Im Gespräch mit Moderatorin Anja Backhaus erklärt er, warum sich Klimamythen so hartnäckig halten, welche Rolle Fakten und Humor in der öffentlichen Debatte spielen und weshalb gute Klimakommunikation weit mehr ist als das Vermitteln wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sein Ansatz: Menschen erreicht man nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit verständlichen Erklärungen, Dialog und einer konstruktiven Debatte.

Seit vielen Jahren setzt sich Hegenberg mit weit verbreiteten Fehlinformationen rund um den Klimawandel auseinander und zeigt, wie Desinformation entsteht und entkräftet werden kann. Er spricht darüber, warum individuelles Handeln und politische Rahmenbedingungen zusammengehören, weshalb wir vorhandene Technologien konsequent nutzen sollten und wie jede und jeder Einzelne zu gesellschaftlichem Wandel beitragen kann. Dabei wird deutlich, dass Klimaschutz nicht an Perfektion scheitern muss, sondern davon lebt, gemeinsam Schritt für Schritt voranzukommen.

Die Folge zeigt, warum gute Klimakommunikation eine Schlüsselrolle für die Transformation spielt und wie Fakten, Zuversicht und konstruktiver Dialog helfen können, Menschen für den Klimaschutz zu gewinnen.
Wie gelingt nachhaltiger Wandel in einem Weltkonzern?
Dirk Voeste ist Chief Sustainability Officer der Volkswagen Group und verantwortet die konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie regenerate+. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt er, wie Nachhaltigkeit in einem der weltweit größten Automobilkonzerne gesteuert wird und warum sie weit über Klimaschutz hinausgeht. Sein Ansatz: Nachhaltigkeit muss in allen Unternehmensbereichen verankert sein – von der Produktion über die Lieferkette bis hin zu den Mitarbeitenden.

Die Volkswagen Group treibt den Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Mobilität mit Maßnahmen zur Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvollen Lieferketten voran. Voeste zeigt, wie Ressourcen im Kreislauf gehalten, erneuerbare Energien ausgebaut und Nachhaltigkeitskriterien in Investitionsentscheidungen integriert werden. Gleichzeitig macht er deutlich, warum die Transformation nur gelingen kann, wenn Mitarbeitende, Handelspartner und Zulieferer aktiv eingebunden werden und Nachhaltigkeit Teil des täglichen Handelns wird.

Die Folge zeigt, wie Nachhaltigkeit in einem globalen Konzern strategisch verankert werden kann und warum langfristiger wirtschaftlicher Erfolg, ökologische Verantwortung und gesellschaftliches Engagement nur gemeinsam gedacht werden können.
Wie werden nachhaltige Produkte zum Mainstream?
Kerstin Erbe ist als Geschäftsführerin bei dm-drogerie markt für das Ressort Produktmanagement und Nachhaltigkeit verantwortlich. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt sie, warum dm Nachhaltigkeit nicht als Zusatzaufgabe, sondern als Frage der Zukunftsfähigkeit versteht. Ihr Ansatz: Wirtschaftlicher Erfolg entsteht dann, wenn ökologische Verantwortung, soziale Aspekte und Innovation zusammengedacht werden.
dm entwickelt und vertreibt ein breites Sortiment an Eigenmarken und arbeitet kontinuierlich daran, Produkte nachhaltiger zu gestalten – von nachwachsenden Rohstoffen und Recyclingmaterialien bis hin zu ressourcenschonenden Verpackungen. Erbe zeigt, wie Nachhaltigkeit in Produktentwicklung und Sortimentsgestaltung integriert wird, welche Herausforderungen neue regulatorische Anforderungen wie die EmpCo-Richtlinie mit sich bringen und warum Kund:innen nachhaltige Produkte vor allem dann wählen, wenn sie zugleich wirksam, hochwertig und erschwinglich sind.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können Unternehmen nachhaltigen Konsum fördern, ohne zu bevormunden – und wie gelingt es, ökologische Verantwortung, wirtschaftlichen Erfolg und die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden miteinander zu verbinden?
Wie gelingt eine nachhaltige und zukunftssichere Wasserinfrastruktur?
Claudia Brasse ist Global Vice President für Sustainability Management beim Dortmunder Wassertechnologieunternehmen WILO SE. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt sie, warum Wasser eine der zentralen Ressourcen der Zukunft ist und welche Rolle Industrieunternehmen dabei spielen, eine nachhaltige und verlässliche Wasserversorgung weltweit zu sichern. Ihr Ansatz: Nachhaltigkeit muss integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sein – von der Produktion bis zur globalen Verantwortung.
WILO SE entwickelt vor allem Pumpensysteme, die Wasser effizient von A nach B transportieren – von Heizungs- und Trinkwasserversorgung bis hin zu komplexen kommunalen Infrastrukturen. Brasse zeigt, wie Innovation, Kreislaufwirtschaft und Partnerschaften dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Lebensqualität von Menschen zu verbessern. Dabei wird auch deutlich, welches Potenzial in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz liegt, etwa bei der Steuerung von Wassersystemen und der Vermeidung von Verlusten.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann es gelingen, Wasserinfrastruktur weltweit nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten und welchen Beitrag kann die Industrie leisten, um dieser Verantwortung gerecht zu werden?
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