Die Science Based Targets initiative hat ihren Corporate Net-Zero Standard im Juni 2026 überarbeitet. Ab dem 1. Februar 2027 können Ziele nach der neuen Version 2.0 eingereicht werden, ab 2028 ist sie verbindlich. Bis dahin gilt weiterhin die Version 1.3.1, und bereits bestätigte Ziele bleiben bis zum Ende ihres Zielzyklus gültig.
Am Grundgedanken ändert sich nichts: Eigene Emissionsminderungen haben Vorrang, Restemissionen werden neutralisiert, und Kompensation darf nicht auf die Zielerreichung angerechnet werden. Neu ist die Unterscheidung zwischen großen Unternehmen (Kategorie A) und kleineren Unternehmen (Kategorie B), an die jeweils unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Zwischenziele decken künftig fünf statt fünf bis zehn Jahre ab, Scope 1- und Scope 2-Emisisonen müssen zu 100 statt zu 95 Prozent abgedeckt werden, und für Scope 3-Emissionen entfällt die bisherige 40-Prozent-Schwelle. Hinzu kommt ein verpflichtender Transformationsplan, der darlegt, wie die Ziele erreicht werden sollen.
Erstmals im Standard verankert ist außerdem die Ongoing Emissions Responsibility (OER): Unternehmen können bereits vor Erreichen von Netto-Null Verantwortung für ihre laufenden Emissionen übernehmen, etwa durch die Finanzierung hochwertiger Klimaschutzprojekte. Auf die Reduktionsziele angerechnet wird dieses Engagement nicht, die SBTi weist es aber öffentlich aus.

Den vollständigen Corporate Net-Zero Standard Version 2.0 finden Sie auf der Website der SBTi zum Download.