Projektpool der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima

Sustainable Impact Pool

Was passiert, wenn ein Unternehmen seine Treibhausgas-Emissionen bereits reduziert und vermieden hat und – als Teil der unternehmenseigenen Klimastrategie – Verantwortung für die verbleibenden Emissionen übernehmen möchte?

Welche Qualitätskriterien sind zu beachten und wie wird Glaubwürdigkeit garantiert? Diese und weitere Fragen adressiert der Sustainable Impact Pool, ein von der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima aufgesetzter Pool mit Projekten aus dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt.

Der Klimawandel zählt zu den größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie dabei eine entscheidende Rolle spielen. Nicht nur, weil sie ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen reduzieren müssen und möchten, sondern auch, weil sie aktiv dazu beitragen können, Klimaschutz weltweit voranzubringen. Ambitionierte und ganzheitliche Klimaschutzstrategien gehören heute für viele privatwirtschaftliche Akteure zum unternehmerischen Selbstverständnis. Sie leisten nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung internationaler Nachhaltigkeitsziele, sondern schaffen zudem Vertrauen bei Kund:innen und Investor:innen, stärken die eigene zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch nachhaltiges Handeln und erfüllen zunehmend regulatorische Vorgaben.

Doch selbst die ehrgeizigsten Klimaschutzstrategien stoßen an ihre Grenzen. Einige Emissionen lassen sich trotz Innovationen, Effizienzmaßnahmen und dem Einsatz erneuerbarer Energien kurz- oder mittelfristig weder technisch noch aus wirtschaftlicher Perspektive vollständig vermeiden. Gleichzeitig wächst weltweit der Bedarf an zusätzlicher Klimafinanzierung. Schätzungen zufolge werden allein in den kommenden Jahren bis 2030 jährlich etwa 8 Billionen US-Dollar benötigt (eine acht mit zwölf Nullen!), um die Ziele des Übereinkommens von Paris aus dem Jahr 2015 zu erreichen. Auch wenn öffentliche Mittel zunehmen, reichen sie allein nicht dafür aus. So gewinnen private Investitionen zunehmend an Bedeutung und rücken damit hochwertige Klimaschutzprojekte aus dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt (Voluntary Carbon Market, VCM) verstärkt in den Fokus.

Klimaschutz mit Wirkung – weit über CO₂ hinaus

Klimaschutzprojekte im Globalen Süden leisten häufig sogar weit mehr als die Reduktion, Vermeidung oder Speicherung von Treibhausgas-Emissionen. Sie schaffen neue Einkommensmöglichkeiten, verbessern den Zugang zu sauberer Energie und Trinkwasser, fördern den Schutz von Wäldern und Biodiversität oder stärken die Widerstandsfähigkeit lokaler Gemeinschaften gegenüber den bereits auftretenden Folgen des Klimawandels. Projekte im VCM unterliegen langjährigen Monitoring- und Verifizierungsprozessen, die solche Wirkungen messbar und nachweisbar machen sollen.

Für Unternehmen eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sondern gleichzeitig nachhaltige Entwicklung weltweit zu fördern. Klimaschutz wird so zu einem Bestandteil unternehmerischer Verantwortung, der ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen miteinander verbindet.

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Qualität schafft Vertrauen

In den vergangenen Jahren ist der freiwillige Kohlenstoffmarkt jedoch zunehmend in den Fokus der öffentlichen Diskussion geraten. Kritische Berichte über einzelne Projekte sowie Debatten über die Qualität von Emissionszertifikaten (engl.: Carbon Credits) haben viele Unternehmen verunsichert und zögerlich werden lassen. Gleichzeitig entwickeln sich regulatorische Anforderungen und Erwartungen an die Nachhaltigkeitskommunikation kontinuierlich weiter.

Gerade deshalb gewinnt ein Aspekt immer stärker an Bedeutung: Qualität.

Unternehmen möchten sicherstellen, dass die von ihnen unterstützten Klimaschutzprojekte tatsächlich messbare Beiträge zum Klimaschutz und den weiteren Sustainable Development Goals (SDGs) leisten, internationale Standards erfüllen und transparent nachvollziehbar sind. Ebenso wichtig ist die Frage, wie sich freiwillige Klimaschutzmaßnahmen glaubwürdig in eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie integrieren lassen.

Genau hier setzt unser Sustainable Impact Pool an.

Ein einfacher Zugang zu hochwertigen Klimaschutzprojekten

Mit dem Sustainable Impact Pool bietet die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima Unternehmen einen kuratierten Zugang zu hochwertigen Carbon Credits aus Klimaschutzprojekten im Globalen Süden. Ziel ist es, unter anderem Unternehmen den Einstieg in den freiwilligen Kohlenstoffmarkt zu erleichtern und zugleich hohe Qualitätsansprüche sicherzustellen.

Die Stiftung übernimmt eine Rolle, die über die reine Vermittlung von Zertifikaten hinausgeht. Sie versteht sich als unabhängige Partnerin, die Unternehmen Orientierung im zunehmend komplexen Markt für Carbon Credits bietet und sie bei der Auswahl geeigneter Projekte unterstützt.

Dabei werden alle Projekte im Sustainable Impact Pool sorgfältig ausgewählt und kontinuierlich geprüft. Es stehen insbesondere Kriterien wie die tatsächliche Klimawirkung, die Zusätzlichkeit der Maßnahmen sowie die Einhaltung anerkannter internationaler Standards im Mittelpunkt. Die unabhängige Projektprüfung stellt sicher, dass ausschließlich Projekte in den Pool aufgenommen werden, die den hohen Anforderungen der Stiftung entsprechen.

Mehrwert durch Bündelung

Neben der Qualität bietet der Sustainable Impact Pool einen weiteren entscheidenden Vorteil: die Bündelung der Nachfrage.

Anstatt dass jedes Unternehmen eigenständig nach geeigneten Projekten sucht, Projektentwickelnde bewertet und Vertragsverhandlungen führt, agiert die Stiftung hierbei als koordinierende Stelle. Unternehmen teilen ihren Bedarf sowie mögliche Präferenzen hinsichtlich Region oder Projekttyp mit. Anschließend bündelt die Stiftung die Nachfrage mehrerer Unternehmen, verhandelt mit geeigneten Projektanbietenden und entwickelt daraus einen gemeinsamen Projektpool. Unternehmen erhalten daraufhin ein konkretes Angebot mit transparenten Informationen zu Projekt, Preis und Wirkungen. Der Vertragsabschluss erfolgt direkt mit den jeweiligen Projektentwickelnden, während die Stiftung den gesamten Prozess begleitet.

Dieses Modell reduziert den organisatorischen Aufwand erheblich und schafft gleichzeitig die Grundlage für attraktive Konditionen durch die gemeinsame Nachfrage.

Orientierung in einem dynamischen Markt

Der freiwillige Kohlenstoffmarkt entwickelt sich derzeit so dynamisch wie kaum ein anderer Nachhaltigkeitsbereich. Neue Qualitätsinitiativen, internationale Standards und regulatorische Entwicklungen verändern kontinuierlich die Anforderungen an Unternehmen.

Diese Dynamik schafft einerseits neue Chancen, andererseits wächst auch der Bedarf an Orientierung. Welche Projekte erfüllen hohe Qualitätsstandards? Welche Zertifikate sind glaubwürdig? Wie lassen sich freiwillige Klimaschutzmaßnahmen transparent kommunizieren? Und wie können sie sinnvoll in bestehende Nachhaltigkeits- und Berichtsprozesse integriert werden?

Genau an dieser Stelle versteht sich die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima als unabhängige Partnerin. Als gemeinnützige Organisation verfolgt sie keine eigenen wirtschaftlichen Interessen am Verkauf einzelner Projekte, sondern unterstützt Unternehmen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und hochwertige Klimaschutzprojekte auszuwählen.

Klimaschutz ganzheitlich denken

Der Einsatz hochwertiger Carbon Credits sollte heute nicht isoliert betrachtet werden. Vielmehr entfaltet er seine größte Wirkung dann, wenn er Teil einer umfassenden und glaubwürdigen Klimaschutzstrategie ist.

Für Unternehmen bedeutet dies zunächst und vordergründig, die eigenen Treibhausgas-Emissionen systematisch zu erfassen, Reduktionspotenziale zu identifizieren und ambitionierte Maßnahmen zur Emissionsminderung umzusetzen. Wissenschaftsbasierte Klimaziele, bspw. im Einklang mit der Science Based Targets initiative (SBTi), bieten hierfür einen international anerkannten und häufig angewandten Orientierungsrahmen.

Gleichzeitig erkennen immer mehr Beteiligte, dass Verantwortung nicht erst dann beginnt, wenn alle Emissionen vermieden werden können. Bereits während des Transformationsprozesses können sie einen zusätzlichen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten, indem sie Klimaschutzprojekte unterstützen und dadurch dringend benötigte private Klimafinanzierung mobilisieren. Dieser Gedanke gewinnt auch in internationalen Initiativen zunehmend an Bedeutung und unterstreicht die Rolle freiwilliger Klimaschutzmaßnahmen als Ergänzung umfassender Emissionsreduktionen.

Der Sustainable Impact Pool unterstützt Unternehmen genau bei diesem Schritt. Er schafft einen einfachen und vertrauenswürdigen Zugang zu hochwertigen Klimaschutzprojekten und ermöglicht es Unternehmen, ihr Klimaschutzengagement sinnvoll in ihre übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie einzubetten.

Mehr Wirkung für die Sustainable Development Goals

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Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung lassen sich nicht voneinander trennen. Glaubwürdiger und langfristiger Klimaschutz wird ohne andere Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung nicht gelingen. Gleichzeitig wird sich nachhaltige Entwicklung ohne funktionierenden Klimaschutz nicht umsetzen lassen. Deshalb sollen alle Projekte im Sustainable Impact Pool zur Erreichung mehrerer Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beitragen.

Die Projekte schaffen neue wirtschaftliche Perspektiven für lokale Gemeinschaften, verbessern den Zugang zu sauberer Energie oder stärken den Schutz natürlicher Ökosysteme. Andere fördern eine nachhaltige Landwirtschaft, erhöhen die Versorgung mit sauberem Trinkwasser oder schaffen neue Einkommensmöglichkeiten für Frauen und benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

Unternehmen investieren mit dem Erwerb hochwertiger Carbon Credits daher nicht ausschließlich in Emissionsminderungen. Sie unterstützen parallel Projekte, die konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort schaffen.

Gerade für Unternehmen, die Nachhaltigkeit ganzheitlich verstehen, entsteht dadurch ein zusätzlicher Mehrwert. Klimaschutz wird nicht als isolierte Maßnahme betrachtet, sondern als Bestandteil einer umfassenden Unternehmensverantwortung, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte miteinander verbindet.

Mehr als nur Carbon Credits

Der Sustainable Impact Pool endet nicht mit dem Erwerb von Carbon Credits. Unternehmen erhalten darüber hinaus Unterstützung bei der Einbindung ihres Engagements in die eigene Nachhaltigkeitskommunikation.

Wir stellen aufbereitete Informationen zu den ausgewählten Projekten bereit, unterstützen bei der Kommunikation gegenüber internen und externen Stakeholdern und beraten Unternehmen hinsichtlich einer glaubwürdigen Darstellung ihres Klimaschutzengagements. Gleichzeitig ist das Angebot anschlussfähig an etablierte Rahmenwerke wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die SBTi sowie das stiftungseigene Siegel SDGold. Dadurch können Unternehmen ihr freiwilliges Engagement sinnvoll in bestehende Berichts- und Nachhaltigkeitsprozesse integrieren.

Insbesondere für Unternehmen, die ihre Klimaschutzstrategie weiterentwickeln möchten, entsteht dadurch ein Mehrwert. Sie erhalten nicht nur Zugang zu hochwertigen Projekten, sondern auch Unterstützung dabei, ihr Engagement nachvollziehbar und transparent zu kommunizieren.

Gemeinsam mehr erreichen

Die Herausforderungen des Klimawandels lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Unternehmen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie verfügen über Innovationskraft, Investitionsmöglichkeiten und die Fähigkeit, positive Veränderungen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungsketten anzustoßen.

Mit dem Sustainable Impact Pool möchten wir sie dabei unterstützen, diese Verantwortung aktiv wahrzunehmen. Unser Ziel ist es, hochwertige Klimaschutzprojekte mit engagierten Unternehmen zusammenzubringen und dadurch private Klimafinanzierung dorthin zu lenken, wo sie einen besonders großen Unterschied macht – in Projekte im Globalen Süden, die Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden.

Jetzt als Early Mover dabei sein

Mit dem Start des Sustainable Impact Pool bietet sich die Möglichkeit, von Beginn an Teil dieses neuen Angebots zu werden. Die anfängliche Phase des Pools richtet sich bewusst an die ersten Unternehmen, die den Aufbau aktiv mitgestalten möchten. Early Mover profitieren dabei von einem engen Austausch mit der Stiftung und erhalten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Anforderungen frühzeitig einzubringen.

Ich bin überzeugt: Hochwertige Klimaschutzprojekte werden auch künftig ein wichtiger Bestandteil ambitionierter Unternehmensstrategien sein. Gleichzeitig wächst die Bedeutung glaubwürdiger Partnerschaften, transparenter Qualitätsstandards und einer langfristigen Perspektive auf nachhaltige Entwicklung.

Der Sustainable Impact Pool verbindet diese Elemente. Er bietet Unternehmen einen einfachen Zugang zu wirkungsvollen Klimaschutzprojekten und stärkt die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung im Globalen Süden.

Lassen Sie uns gemeinsam diese vielfältigen Wirkungen entfalten – für Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und eine Wirtschaft, die Verantwortung übernimmt!

Bei Rückfragen zum Sustainable Impact Pool erreichen Sie uns unter research@allianz-entwicklung-klima.de. Am 10.09. findet dazu außerdem eine Informations-Veranstaltung statt, zu der sich unsere Unterstützer:innen gerne anmelden können.

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