Der Podcast für Entwicklung und Klima

„Grad° Global“, der Podcast der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima, will inspirieren, Türen öffnen und zeigen, wie wir CO2 vermeiden, reduzieren und kompensieren können. Dazu laden wir relevante Gesprächspartner:innen rund um das Thema Entwicklung und Klima ein. Wir sprechen mit Politiker:innen, Prominenten, Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und Unternehmer:innen, die sich für globalen Klimaschutz, weltweite nachhaltige Entwicklung und nachhaltiges Leben einsetzen.

Es kommen Menschen zu Wort, die Ideen von einer guten Zukunft haben. Einer gerechten und klimafreundlichen Welt. Dafür müssen wir global denken und global handeln. Am besten schnell und jetzt schon dort wo es akut notwendig ist – in den Ländern der Südhalbkugel. Das heißt wir müssen Entwicklung und Klima zusammendenken. Wie? Darüber spricht Modaratorin Anja Backhaus im Namen der Stiftung jeden zweiten Freitag bei Grad° Global – überall wo es Podcasts gibt: Spotify, Deezer, Google Podcasts, Apple Podcasts, Amazon Music.

Der Podcast ist eine Produktion der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Im Juni 2022 wurde der Podcast vom German Brand Award in der Disziplin „Excellence in Brand Strategy and Creation“ für die Kategorie
„Brand Communication – Storytelling & Content Marketing” ausgezeichnet.

Schicken Sie uns gern Feedback, Fragen oder Ihre Ideen an:

17 // Christoph Dworatzyk

Klimafreundlich bauen - wie kann das gelingen?

Gebäude und die Baubranche zählen zu den größten CO2-Verursachern in Deutschland. Besonders problematisch sind dabei weniger Neubauten als vielmehr zu sanierende Bestandsgebäude. Christoph Dworatzyk, Gründer und Geschäftsführer von Cerabran, sieht unter anderem in Digitalsierung und der Errichtung von praxistauglichen Standards einen Weg, das zu ändern. Denn dass die Zeit drängt, erkennt auch die Baubranche, ein eher traditionell geprägtes Gewerbe. Christoph Dworatzyk treibt die Transfomation in Richtung Klimaneutralität nicht nur durch Innovation in seinem Unternehmen für nachhaltige Dämmstoffe an. Sondern auch durch die Gründung der Klimainitiative Baugewerbe. Im Gespräch mit Anja Backhaus erklärt er, warum er sich mit viel Leidenschaft für das Thema einsetzt, wie neue Denkansätze funktionieren können und warum die Politik auf einem guten Weg ist.

16 // Dr. Michael Rauterkus

Wie wird eine Stadt klimaneutral?

Düsseldorf will bis 2035 klimaneutral werden. Wie die Stadt das schaffen will, wo die Herausforderungen liegen und wie realistisch das ambitionierte Ziel ist, darüber hat Moderatorin Anja Backhaus mit Dr. Michael Rauterkus gesprochen. Der Beigeordnete für Wirtschaft, Digitalisierung, Personal und Organisation der Stadt engagiert sich für einen Klimapakt mit der Wirtschaft. Darüber hinaus erläutert er wie die Stadt im Bereich Mobilität und Bauen mit gutem Beispiel voran geht, wie Düsseldorf in Sachen Energie und Digitalisierung aufgestellt ist und wie die Bürger:innen informiert und beteiligt werden. Denn so viel ist klar: Weder Verwaltung noch Wirtschaft oder Bürgerschaft werden das Ziel der Klimaneutralität im Alleingang schaffen.

15 // Hans Peter Lankes

Wie funktioniert internationale Klimafinanzierung?

Hans Peter Lankes ist Gastprofessor an der London School of Economics. Seine Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf internationale Klimafinanzierung und auf die Schnittstelle zwischen Klima- und Entwicklungsökonomie. Er spricht über die Herausforderungen, die die Koordination von Institutionen und Privatwirtschaft, Finanzwelt und Politik mit sich bringt. Besonders auf internationalem Niveau. Und auch wenn er klar sieht, dass wir bei der Bekämpfung des Klimawandels noch lange nicht auf der richtigen Spur sind, bringt er auch gute Nachrichten mit. So zum Beispiel, dass die Entwicklung neuer, grüner Technologien schneller voran geht, als ursprünglich angenommen. Ein Erfolg, der durch private Investitionen ermöglicht wurde. Im Gespräch erfahren wir, was noch getan werden muss, um insbesondere die Finanzierung solcher Investionen zu stärken. Und warum gerade die Wirtschaftswissenschaften in ihrer Transformation mehr Geschwindigkeit aufnehmen könnten.

14 // Anahita Thoms

Wie können Unternehmen sich für Menschenrechte stark machen?

Anahita Thoms leitet als Partnerin die Außenwirtschaftspraxis der Anwaltkanzlei Baker McKenzie. Dabei setzt sie die Einhaltung von Menschenrechten in den Fokus und berät Unternehmen darin, wie diese entlang komplexer Lieferketten eingehalten werden können. Die Vorständin der Atlantikbrücke und Mitglied der Young Global Leaders des World Economic Forums erzählt im Gespräch, welche Fähigkeiten Menschenrechtsbeautragte für Unternehmen mitbringen müssen und warum diese Position ganz dringend ausgebildet werden muss. Es geht um Wandel durch Handel und darum, dass diese Idee nach wie vor auch ein guter Ansatz ist. Es geht um die Rolle von Politik, Wirtschaft, Finanzbranche und NGOs. Und darum wie alle gemeinsam zu einer positiven Veränderung beitragen können.

13 // Nora Sophie Griefahn

Wie funktioniert Wirtschaft nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip?

Nora Sophie Griefahn, Co-Founder und geschäftsführende Vorständin der Cradle to Cradle NGO, erläutert das Prinzip Kreislaufwirtschaft. Sie legt dar, dass schon ganz zu Beginn eines Produktes überlegt werdenn sollte, wie der Produktnutzungszyklus so gestaltet werden kann, dass das Material am Ende nicht zu Müll wird. Sondern als wichtiger Rohstoff wieder verwendet werden kann. Diesen Ansatz bringt das Cradle to Cradle Designkonzept in die praktische Umsetzung. Es geht von einem positiven Menschenbild aus. Einem Menschen, der einen positiven Fussabdruck hinterlässt und damit Nutzen für das Leben auf diesem Planeten stiftet. Wie sich dieses Konzept auf unsere globalisierte Wirtschaftswelt anwenden lässt, legt sie im Gespräch dar. Beispiele von Unternehmen, Mittelständler und Konzerne, die bereits Cradle to Cradle Produkte produzieren gibt es genug. Warum das Konzept auch eine Antwort auf immer teurere Rohstoffpreise sein könnte, beschreibt die Umweltwissenschaftlerin im Gespräch.

12 // Kristina Drenker

Die CEOs von Morgen für mehr Nachhaltigkeit.

Kristina Drenker ist Managing Ambassador Europe für One Young World. Die Organisation bringt Führungskräfte von Heute und Morgen mit Wissenschaftlern, Aktivisten und Politikern zusammen. Über die Vernetzung hinaus bildet die Organisation ihre Mitglieder weiter sich für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen stark zu machen. Und das auf globaler Ebene. Jeder Kontinent hat eine eigene Vertretung. Wie die Zusammenarbeit läuft, wie sich die Mitglieder gegenseitig stärken und sich im Krisenfall unterstützen, berichtet Kristina Drenker im Gespräch. Dabei erzählt sie auch von ihrer eigenen Karriere und davon, wie sie ihre eigene Rolle als Berufseinsteigerin nutzte um den Plastikanteil in der Supply Chain eines Weltkonzerns zu reduzieren. Mehr dazu und zu ihrer Arbeit mit den next generation CEOS gibt es in der aktuellen Folge von Gradº Global.

Unser Host: Anja Backhaus

Anja Backhaus ist Moderatorin und Journalistin. Über ein Jahrzehnt war sie Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt – in dieser Funktion hat sie zahlreiche Preisverleihungen und Diskussionsveranstaltungen moderiert. Zum Beispiel für das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Kick-Off Konferenz zur FEdA- der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt oder die Konferenz zum „Sozialen Umweltschutz“ der Vereinten Nationen. Anja Backhaus hat Politik, Germanistik und Geschichte studiert und ist seit über 20 Jahren als Moderatorin beim WDR im Einsatz.

Fotonachweise: tbd