Mit ihrer Tätigkeit setzt sich das Team der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima (fortan „Stiftung“) tagtäglich für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz auf unserem Planeten ein. Dank der Zusammenarbeit mit ihren zahlreichen Unterstützer:innen kann das Team bereits wichtige Beiträge zum globalen Klimaschutz leisten und gleichzeitig bessere Lebensbedingungen für Menschen in Ländern des globalen Südens schaffen. Das Leitbild, Nachhaltigkeit auf globaler Ebene zu fördern, prägt den Arbeitsalltag in der Stiftung nicht nur inhaltlich, sondern auch praktisch: Denn nur wenn interne Abläufe, Arbeitsbedingungen und Entscheidungen selbst nachhaltig gestaltet sind, ist unser Tun im Einklang mit unserem Engagement.
Der Weg zur Nachhaltigkeitsstrategie
Aus diesem Grund arbeitet die Stiftung bereits seit ihrer Gründung daran, nachhaltiges Handeln ganzheitlich im eigenen Alltag umzusetzen. Eine umfassende Stakeholder-Analyse wurde in der Vergangenheit durchgeführt und bereits im letzten Jahr freiwillig und rückwirkend für das Geschäftsjahr 2022 ein Nachhaltigkeitsbericht im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) erstellt, um detaillierte Einblicke in das interne Nachhaltigkeitsmanagement zu erhalten. Die Auswertung macht sichtbar, dass die Stiftung bereits viele interne Prozesse nachhaltig organisiert und es durchaus noch weiteres Potenzial gibt.
Genau hier setzt die nun vorliegende Nachhaltigkeitsstrategie an, um mit konkreten Zielen und dazugehörigen Maßnahmen einen Wegweiser für die nächsten Jahre zu bilden, begleitet von Fortschrittsindikatoren für eine transparente Umsetzung.
Das finale Dokument ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Prozesses, der eine Reihe aufeinander aufbauender Arbeitsschritte umfasst: Begonnen mit einer Hintergrundrecherche, in der zahlreiche offene Fragen, wie z.B. „Wie sieht eine typische Nachhaltigkeitsstrategie aus?“, „Welche Bereiche sollte sie abdecken?“, „Welche Indikatoren eignen sich zur Erfolgsmessung?“, „Wer ist verantwortlich für die Umsetzung der Strategie?“ Stück für Stück erarbeitet wurden. Der Prozess führte weiter über die Sichtung bereits in der Stiftung vorhandener Dokumente – etwa aus dem Rahmen des DNK-Nachhaltigkeitsberichts. Ergänzend dazu half die Teilnahme an Workshops wie beispielsweise „Zero Waste im Unternehmen“ dabei, die Vielzahl an Facetten nachhaltigen Handelns zu identifizieren – vom richtigen Recycling in der Büroküche bis hin zu diversitätsfreundlichen Stellenausschreibungen. Denn Nachhaltigkeit im Unternehmen umfasst alle drei Säulen – sozial, ökologisch und ökonomisch – und zieht sich damit durch sämtliche Bereiche der Stiftungsarbeit: Von fairen Arbeitsbedingungen und chancengerechter Personalentwicklung über ressourcenschonende Abläufe im Büro bis hin zu wirtschaftlich tragfähigen Entscheidungen, die langfristige Stabilität sichern.
In welchen Bereichen für die Stiftung Handlungsbedarf besteht, konnte im Rahmen dieses Rechercheprozesses identifiziert werden. Darauf aufbauend wurden im nächsten Schritt konkrete Ziele für den Umsetzungszeitraum 2025 – 2029 der Strategie entwickelt. Es wurden Maßnahmen formuliert, wie sich die Ziele praxisnah umsetzen lassen.
Ziele und Prinzipien der Strategie
Als Grundlage für die Definition der Ziele als auch der Maßnahmen diente das SMART-Prinzip, eine bekannte Methode im Projektmanagement zur Formulierung von Zielen. Die fünf Kriterien (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitsstrategie sowohl überzeugt als auch praktisch umsetzbar ist. Sie soll die Entwicklung zu noch nachhaltigeren Prozessen vorantreiben, ohne durch restriktive Vorgaben die Weiterentwicklung zu bremsen. Ziel ist es hierfür, einen realistischen und machbaren Rahmen zu setzen ohne unnötige Prozesse hervorzurufen, die für die Größe der Stiftung unverhältnismäßig wären und damit dem Prinzip der Nachhaltigkeit zuwiderliefen.
Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass jedes Ziel einen möglichst breiten Beitrag zu den Zielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDGs), leistet. Dazu wurden die Auswirkungen jedes Ziels sorgfältig analysiert, sodass im finalen Strategiepapier auf einen Blick ersichtlich ist, welche SDGs durch welches Ziel unterstützt werden.
Darauf aufbauend wurde ein begleitendes Monitoringdokument erstellt, welches die Umsetzung der Ziele transparent abbildet. Denn die Nachvollziehbarkeit und die Möglichkeit, den Fortschritt messbar zu machen, sind zentrale Bestandteile einer wirksamen Nachhaltigkeitsstrategie. Eine übersichtliche Tabelle, in der die strategischen Ziele mit den relevanten Messindikatoren verknüpft sind, erleichtert die interne Steuerung und sorgt dafür, dass die Umsetzung kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt werden kann.
Begleitend zu diesen Arbeitsschritten wurde in Feedbackschleifen mit verschiedenen Beteiligten aus dem Stiftungsteam intensiv am Strategiedokument gearbeitet, bis es aus den verschiedenen Fachbereichen heraus als kohärent bewertet und vom Vorstand freigegeben wurde. Nun kann die Strategie – nach interner und externer Kommunikation, und einer Teamvorstellung – in die Umsetzung gebracht werden, wie beispielsweise durch bereits geplante tiefergehende Briefings des gesamten Teams.
Nach dieser ausführlichen Darstellung des Entstehungsprozesses richtet sich der Fokus nun auf die konkreten Inhalte der Nachhaltigkeitsstrategie:
Im Rahmen des zuvor beschriebenen Prozesses konnten sieben zentrale Ziele für die Stiftung entwickelt werden. Diese orientieren sich konsequent an den drei Säulen der Nachhaltigkeit – sozial, ökologisch und ökonomisch – und spiegeln die umfassende Herangehensweise der Strategie wider. Dabei ist zu beachten, dass sowohl die definierten Ziele als auch die zugehörigen Maßnahmen häufig mehrere dieser Säulen gleichzeitig adressieren, wodurch eine ganzheitliche und verzahnte Umsetzung im Stiftungsalltag ermöglicht wird.
Die ökologische Säule
Ein effizientes Büromanagement kann dabei helfen, den ökologischen Fußabdruck kleinzuhalten und unterstützt somit eines der drei ökologischen Zielsetzungen der Nachhaltigkeitsstrategie: die Senkung und Geringhaltung der eigenen Emissionen sowie des Ressourcenverbrauchs. Um den eigenen Einfluss auf die Umwelt möglichst gering zu halten, setzt die Stiftung bereits auf nachhaltige Mobilität der Mitarbeitenden und möchte weiterhin Anreize schaffen, diese attraktiv zu gestalten.
Eine weitere Maßnahme und zugleich auch das zweite ökologische Ziel ist es, weiterhin und dauerhaft zertifizierten Ökostrom zu beziehen. Auf diese Weise wird der Büroalltag der Stiftung in Berlin bereits nachhaltig gestaltet. All diese Maßnahmen werden in der jährlichen Klimabilanztabelle dokumentiert. Sie ermöglicht nicht nur eine transparente Darstellung der Fortschritte und des Engagements der Stiftung, sondern auch die Identifikation von möglichen Schwachstellen, an denen künftig gezielt angesetzt werden kann.
Ein Beispiel ist das Veranstaltungsmanagement: Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen gehören zu den wichtigen Aufgaben der Stiftung. Von Webinaren zu aktuellen Themen des freiwilligen Kohlenstoffmarktes bis zur eigenen Jahreskonferenz – die Vielzahl der Veranstaltungen schlägt sich auch in der Klimabilanz nieder und stellt daher einen wichtigen Hebel auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Ausrichtung dar. Denn die Organisation von Veranstaltungen umfasst zahlreiche Aspekte: die Mobilität und Unterbringung der Teilnehmenden, eine barrierefreie Location, nachhaltiges Catering, die Beschaffung von Materialien sowie der Einsatz von Technik, die Kommunikation und vieles mehr. Das bietet viele Chancen für mehr Nachhaltigkeit. Deshalb hat die Stiftung Anfang dieses Jahres bereits ein Konzept für das nachhaltige Management von Präsenzveranstaltungen entwickelt. Die nun vorgestellte Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt das Ziel, alle Veranstaltungen konsequent nach diesem Konzept umzusetzen und dabei die zentralen Aspekte von Nachhaltigkeit systematisch einzubeziehen.
Die soziale Dimension
Die ökonomischen Ziele
Damit schließt sich der Kreis zu den ökonomischen Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie, die eine langfristige Leistungsfähigkeit vorsieht ohne Umwelt oder Gesellschaft zu belasten. Konkret beinhaltet dies, die nachhaltige Finanzierung bis 2030 zu sichern und nach Möglichkeit weiter auszubauen, unter Fortführung der Berücksichtigung ethischer Investmentkriterien, sowie bis 2030 eine Verstetigung ihres Kapitals anzustreben, unter anderem durch Fundraising, Akquise von Fördermitteln und Ausbau des Academy-Angebots.
Dabei legt die Stiftung bereits seit jeher großen Wert darauf, bei der Auswahl eigener Kapitalanlagen strenge ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance – Rahmenbedingungen für nachhaltiges Investieren) einzuhalten.
Die Umsetzung in der Praxis
Nachdem die sozialen, ökologischen und ökonomischen Ziele festgelegt sind, startet nun die Umsetzung in die Praxis. Die vorgesehenen Maßnahmen sollen nicht als isolierte Projekte nebenherlaufen, sondern fest in unsere Arbeitsabläufe eingebettet werden. Verschiedene Fachbereiche übernehmen dabei Verantwortung, unterstützt ein neu zu gründendes Nachhaltigkeitsteam. Auch externe Stakeholder sollen hierfür eingebunden werden, wie die beiden Kreationsorgane Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Partner:innen für Entwicklung und Klima (PEK), der Aufsichtsrat (Kuratorium) sowie beratende Gremien wie der Beirat und der Expert:innenrat.
Parallel zur Umsetzung der Maßnahmen beginnt auch der kontinuierliche Prozess des Monitorings: Anhand der definierten Indikatoren wird regelmäßig überprüft, wie die Strategie in der Praxis umgesetzt wird. Die Ergebnisse fließen sowohl intern ins Team als auch extern an Partner:innen und Stakeholder zurück, sodass Erfolge sichtbar werden und Ansatzpunkte für Anpassungen identifiziert werden können. Denn Nachhaltigkeit ist ein lernender Prozess: Die Strategie und ihre Ziele sind keine starre Struktur, sondern werden im Laufe der kommenden Jahre flexibel an neue Anforderungen und Erkenntnisse angepasst. Sie ist somit kein bloßes Papierdokument, sondern gelebte Praxis, mit der die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima über ihren inhaltlichen Arbeitsfokus hinaus aktiv zur Agenda 2030 und zum globalen wie lokalen Klimaschutz beiträgt.
Die Nachhaltigkeitsstartegie gibt es hier zum Nachlesen.


