EU-Umweltminister:innen legen Zwischenziel fest

10.11.2025

Die Umweltminister:innen der europäischen Länder kamen in der vergangenen Woche in Brüssel zu einer Sondersitzung zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Festlegung eines Klimaziels für das Jahr 2040.

Am 6. November 2025 verständigten sich die EU-Umweltminister:innen in Brüssel darauf, die Treibhausgasemissionen der Europäischen Union bis 2040 um 90 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken.

Gleichzeitig wurde vereinbart, dass bis zu 5 Prozent des 2040-Ziels durch den Erwerb internationaler Emissionszertifikate ausgeglichen werden dürfen. Damit ergibt sich eine effektive Reduktion innerhalb der EU von rund 85 Prozent. Eine Pilotphase zur Nutzung der internationalen Zertifikate soll ab 2031 starten.

Zudem beschlossen die Umweltminister:innen, den Start des neuen Emissionshandelssystems ETS 2 für Verkehr und Gebäude um ein Jahr von 2027 auf 2028 zu verschieben.

Für das Jahr  2035 wurde ein Reduktionskorridor von 66,25 bis 72,5 Prozent gegenüber 1990 festgelegt. Diese Zielspanne bildet die Grundlage für den NDC 3.0 (Nationally Determined Contribution) der EU im Rahmen des Pariser Klimaabkommens.

Nach den USA, China und Indien ist die EU der viertgrößte Emittent schädlicher Treibhausgase. Sie gilt als ehrgeizigster unter den größten Verschmutzern, die eigene Klimabilanz zu verbessern. Im Vergleich zu 1990 haben die EU-Länder ihre Emissionen bereits um 37 Prozent gesenkt.

Wie es in Fragen der internationalen Klimaverhandlungen weitergeht, wird sich auf der jüngst gestarteten Weltklimakonferenz (COP30) in Belem entscheiden. „Bei der COP30 ist entscheidend, dass die Umsetzung des Pariser Abkommens beschleunigt und die Klimapolitik stärker mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort verbunden wird“, so Dr. Olivia Henke, Vorständin Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima. Peter Renner, Vorstandsvorsitzender Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima, ergänzt: „Um die dringend benötigten privaten Mittel für den Klimaschutz zu attraktieren, müssen die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen berücksichtigt werden.“

Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima wird auch in diesem Jahr auf der COP vertreten sein, um sich aktiv zu beteiligen und zu vernetzen und ihr Engagement für globale Entwicklungsziele und Klima weiter auszubauen.

Eine Übersicht unserer dortigen Aktivitäten finden Sie hier.

 

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