Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima zum IPCC-Bericht: „Noch viel Potenzial für Klimaschutzprojekte im globalen Süden“

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Berlin, 28. Februar 2022 – Der vom Menschen verursachte Klimawandel verursacht gefährliche und weit verbreitete Störungen in der Natur und beeinträchtigt das Leben von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt. Das ist das Ergebnis des zweiten Teils des sechsten Sachstandsberichtes des Weltklimarats (IPCC), der heute veröffentlicht wurde. Kernthemen sind der Schutz von Ökosystemen bzw. Erhalt der Biodiversität – auch in urbanen Räumen – als natürliche Lebensgrundlagen und für den Klimaschutz: Der Bericht mahnt dabei eindringlich die Wiederherstellung und Erhaltung von zerstörten Ökosystemen auf 30 bis 50 Prozent der Landflächen der Erde an, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen zu können.

Am stärksten betroffen seien Menschen und Ökosysteme, die am wenigsten in der Lage sind, damit umzugehen: Wetterextreme wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen bedrohten bereits über die Hälfte der Menschheit, setzen aber besonders den Menschen in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika Gefahren wie Nahrungsmittelknappheit und fehlender Wasserversorgung aus. Die 270 Autorinnen und Autoren aus 67 Ländern rufen Regierungen, den Privatsektor und die Zivilgesellschaft zur Zusammenarbeit auf, um den Risiken zu begegnen. Dafür sei eine weltweit beschleunigte Entwicklung zur Nachhaltigkeit, angemessene Finanzierung und politische Unterstützung unerlässlich, so der Bericht.

Dr. Olivia Henke, Vorständin der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima: „Die Klimakrise wirkt sich global aus und kann auch nur global bekämpft werden. Klimaschutzprojekte im globalen Süden sind dabei ein wichtiger Beitrag, um klimaresistente und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Projekte, die Treibhausgase reduzieren, müssen dabei ganzheitlichen Strategien zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und der Reduktion von Treibhausgasen im globalen Norden dienen.“

Der erste Teil des IPCC-Berichts hatte im August 2021 eindringlich vor den katastrophalen Folgen der Erderwärmung gewarnt. Der jetzt vorgelegte zweite Teil konzentriert sich auf die notwendigen Maßnahmen zur Anpassung von Mensch und Natur an den Klimawandel. Der Weltklimarat IPCC stellt politischen Entscheidungsträgern regelmäßig wissenschaftliche Bewertungen des Klimawandels, seiner Auswirkungen und möglicher künftiger Risiken zur Verfügung und schlägt Anpassungs- sowie Abschwächungsoptionen vor. Das Gremium wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet und hat 195 Mitgliedsländer.